Nordrhein-Westfalen, JVA Werl, Erneut Todesfall eines Gefangenen, Gefangener stirbt nach Auseinandersetzung mit JVA Beamten

ein 59-jähriger Gefangener der JVA Werl soll nach Angaben des Justizministeriums am 27.10.2018 unvermittelt einen JVA Beamten angegriffen haben. Der Beamte soll daraufhin Alarm ausgelöst haben. Die hinzugekommenen Beamten hätten den Gefangenen überwältigt und gefesselt und ihn dann in einen besonders gesicherten Haftraum (BGH) gebracht. Der Gefangene soll das Bewusstsein verloren haben uns sei gestorben. Eine Obduktion soll als Todesursache einen plötzlichen Herztod festgestellt haben. Das Justizministerium schob gleich nach, das der Mann bereits unter einer Herzerkrankung litt. Es ist jedoch auffällig, dass das Justizministerium gleich nachschob, das der Mann bereits krank gewesen sei. Es spricht viel dafür, dass das Justizministerium, das nach den jüngsten Todesfällen in der JVA Kleve und der JVA Hagen (PrisonWatch berichtete) in der Kritik steht, jeglichen Verdacht auf weitere Missstände ersticken will. Wir gehen davon aus, dass auch der jetzige Todesfall Anlass für kritische Nachfragen bietet.

    Kommentare

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.