Nordrhein-Westfalen, JVA Werl, Todesfall eines Gefangenen nach Auseinandersetzung mit Bediensteten, Staatsanwaltschaft will keinen neue Obduktion

Nach dem Tod eines 59-jährigen Gefangenen der JVA Werl Ende Oktober (PrisonWatch berichtete) sieht die Arnsberger Staatsanwaltschaft keinen Anlass für eine weitere Obduktion. Der Gefangene der JVA Werl soll kurz vor seinem Herztod von einem Beamten in den Bauch- oder Brustbereich getreten worden sein. Der Oberstaatsanwalt sagte am 23.11.2018, es lasse sich kein Zusammenhang zwischen den Tritten und dem Tod des Mannes feststellen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Beamten wegen Körperverletzung im Amt.

    Kommentare

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.